Ackerbohnen - Rohproteinquelle für die Lämmermast

In letzter Zeit haben sich die seit längerem anhaltenden Diskussionen zur Nutzung heimischer pflanzlicher Proteinträger als Ersatz für Sojaextraktionsschrot wieder verstärkt, deren Ursachen vor allem in folgenden Faktoren zu sehen sind:

  • zunehmende Verteuerung von Sojaextraktionsschrot,
  • wachsende Ablehnung von gentechnisch verändertem Soja als Futterkomponente durch die Verbraucher sowie
  • Ressourcenschonung im Interesse des Klima- und Umweltschutzes.

Die wichtigsten einheimischen Proteinquellen sind Produkte der Rapsverarbeitung sowie Getreideschlempen. Zunehmend wurde das öffentliche Interesse in den letzten Wochen jedoch auch wieder auf die Körnerleguminosen gerichtet, für die nicht nur der Rohproteingehalt spricht, sondern auch der Vorfruchtwert, da sie wesentlich zur Bodenverbesserung (P-Mobilisierung, N-Bindung, Verbesserung Bodenstruktur und Humusbilanz) beitragen.

Diesen langjährigen Diskussionen Rechnung tragend, und um den Schäfern Empfehlungen für einen möglichst wirtschaftlichen Einsatz dieser Futterressourcen zu geben, werden bereits seit 1998 am Institut für Tierproduktion der Landesforschungsanstalt vielfältige Untersuchungen zur Nutzung einheimischer Proteinquellen in der Lämmermast durchgeführt.

Dokumente

Verfasser Dr. Jörg Martin
Erscheinungsdatum 22.10.2013
Telefon 038208 / 630-329
E-Mail j.martin@lfa.mvnet.de