Anforderungen an die Rapssaat im Hinblick auf die Qualitätsoptimierung

Im Gegensatz zur industriellen Pflanzenölerzeugung in den großen Ölmühlen erfolgt die Ölsaatenverarbeitung in dezentralen Anlagen mit einem weitaus geringeren technischen Aufwand. Dies betrifft sowohl die Verfahrensabschnitte Saatvorbehandlung und Ölgewinnung als auch die Ölraffination und Nachbehandlung der Koppelprodukte. Der Verfahrensablauf ist aus ökonomischen und ökologischen Gründen auf wenige Prozessstufen begrenzt. Beispielsweise beschränkt sich die Ölreinigung auf die Abtrennung der Trübstoffe, während auf eine aufwändige Raffination des Rohöls üblicherweise verzichtet wird. Der Ölmüller muss den Prozess so steuern, dass trotz der vergleichsweise einfachen technischen
Ausstattung eine für den jeweiligen Anwendungsbereich optimale Produktqualität
erreicht wird.

Dies setzt voraus, dass die Qualität des eingesetzten Rohstoffs gewissen Mindestanforderungen genügt. Im Falle der dezentralen Verarbeitung von Rapssaat muss der Rohstoff zumindest die in den Kontraktbedingungen von Ölmühlen oder Warenterminbörsen vorgegebenen Qualitätsforderungen erfüllen.

Dokumente

Verfasser Dr. Wolfgang Schumann; Torsten Graf
Erscheinungsdatum 08.07.2004