Was geht noch? – Arbeitsabläufe auch beim automatischen Melken optimieren.
Der Roboter melkt – der Mensch überwacht die Prozesse und hat Zeit, sich um die wichtigeren Dinge des Lebens zu kümmern. So der Plan. Mittlerweile zeigen jedoch viele Arbeitszeitstudien, dass für die Betreuung der Melkroboter 5 bis 8 Arbeitskraftstunden pro Kuh und Jahr erforderlich sind. Angesichts der bereits hohen Entlohnungskosten von 18,40 € je effektiver Arbeitskraftstunde müssen 200 bis 500 kg Milch je Kuh und Jahr nur für die Vergütung der Arbeiten des Roboterbetreuers ermolken werden. Dabei ist immer wieder festzustellen, dass die Einsparung von Arbeitskräften eingeschränkt ist, denn zur Gewährleistung des Arbeitsschutzes ist oft die Anwesenheit von mindestens zwei Arbeitskräften erforderlich. Auch ein Vollzeitjob ist von den Arbeitnehmern gewünscht. Teure Technik, bei nur bedingten Möglichkeiten der Personalkosteneinsparung verlangt eine effiziente Auslastung der eingesetzten Arbeitszeit, um das Betriebseinkommen zu verbessern. Dabei gilt es, monotone Arbeiten (Treiben, Reinigung usw.) in kürzerer Zeiteinheit abzuarbeiten und ablaufbedingte Wartezeiten zu minimieren. Die damit eingesparte Arbeitszeit sollte für Gesundheits-, Abkalbe- und Fütterungskontrollen zur Verfügung stehen, denn diese sind Voraussetzung für einen gesunden und leistungsfähigen Kuhbestand. Ergebnisse aus Arbeitszeitmessungen in vier Melkroboterbetrieben weisen darauf hin, dass es Potentiale gibt.
Dokumente
| Verfasser | Jana Harms |
|---|---|
| Erscheinungsdatum | 18.09.2020 |
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