Optimierung des Einsatzes von flüssigen organischen Düngemitteln
Zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie fanden an der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei Untersuchungen zur Minderung diffuser Nährstoffeinträge aus der Landwirtschaft in die Oberflächengewässer und in das Grundwasser statt. Ziel der hier vorgestellten
Untersuchung war es, den Einsatz von Gärresten zu optimieren, N-Salden und das damit verbundene Auswaschungsrisiko für Stickstoff zu mindern sowie verfügbaren Stickstoff optimal in der Fruchtfolge zu verteilen. Die zur Optimierung des Gärresteinsatzes eingesetzten emissionsmindernden Ausbringungstechniken konnten die N-Effizienz nicht genug steigern, um den N-Saldo signifikant zu mindern, zeigten jedoch eine positive Wirkung auf die Qualität der Ernteprodukte. Des Weiteren war die Düngung von Gärresten sowohl beim Winterraps- als auch beim Winterweizen- und Triticaleanbau mit stark erhöhten N-Salden verbunden, welche jedoch effektiv durch die
Anpassung der Gärrestmenge abgesenkt werden konnte. Neben der Düngung zeigte sich auch ein kulturartenbedingtes Risiko für Nährstoffverluste. Beim Anbau von Winterraps war ein vertretbarer N-Saldo auch bei der mineralischen Düngung nach N-Bedarf nicht zu realisieren. Die Herbstdüngung zu Winterraps erhöhte die N-Salden zusätzlich. Daraus ergab sich ein großes Gefährdungspotenzial für Grund- und Oberflächengewässer durch das für Mecklenburg-Vorpommern bedeutende Fruchtfolgeglied aus Winterraps und Winterweizen.
Dokumente
| Verfasser | David Buglowski |
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| Erscheinungsdatum | 06.02.2023 |
| Telefon | 0385 / 588-60216 |
| d.buglowski@lfa.mvnet.de |




