Lupinenanbau im Ökolandbau – Bereitstellung von agrarökonomischen Informationen und Entscheidungshilfen für den Ökolandbau in Mecklenburg-Vorpommern

Anhand von Daten aus der Agrarstrukturerhebung und von Betriebsdaten wurden Betriebe hinsichtlich des Lupinenanbaus näher untersucht. Im Ergebnis einer Befragung wurde das Anbauverfahren pflanzenbaulich und ökonomisch charakterisiert.

Im Ergebnis der Analyse zeigten sich in Abhängigkeit von den Standortbedingungen deutliche Unterschiede im Ertrag, in der Verfahrensgestaltung und in der Wirtschaftlichkeit. Eine ausgefeilte Produktionstechnik führte zu hohen Erträgen und positiven Deckungsbeiträgen.

Hinsichtlich der Fruchtfolgegestaltung traten Probleme insbesondere auf den sandigen Böden auf. Eine Einbeziehung der Lupine in die Fruchtfolge ist unter den klimatischen und momentanen Marktbedingungen auf den leichten Böden äußerst kompliziert. Mit Lupinenerträgen von rund 10 dt/ha ist eine Auflockerung der Fruchtfolge aber durchaus ohne ökonomische Einbußen machbar. Auf den mittleren Böden ist die Lupine in die Fruchtfolge wesentlich risikoärmer. Niedrige Erzeugerpreisniveaus können hier wesentlich besser verkraftet werden.

Die Umsetzung bekannter acker- und pflanzenbaulicher Empfehlungen für den Lupinenanbau muss in den Betrieben verbessert werden. Als Grundlage dafür wurden die „Richtwerte – Deckungsbeiträge“ für die Lupine überarbeitet und in einer Gesprächsrunde mit Experten evaluiert.

Dokumente

Verfasser Andrea Ziesemer
Erscheinungsdatum 01.09.2010
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