Beisaaten im Winterraps_Zwischenbericht 2026

Der Rapsanbau in Mecklenburg-Vorpommern gestaltet sich durch einen erhöhten Schädlingsdruck im Herbst in Kombination mit häufiger auftretenden Insektizidresistenzen zunehmend schwieriger. Die Etablierung von Beisaaten könnten Abhilfe schaffen. Laut Literatur reduziert eine schnellere Bodenbedeckung im Herbst nicht nur den Unkrautdruck, sondern schützt den Rapsbestand auch vor den Schädlingen. Bei dem Anbau von legumen Beisaaten werden Mitnahmeeffekte wie Verringerung des N-Düngebedarfs zum Raps im Frühjahr aufgrund der Stickstofffixierung und eine höhere Nährstoffeffizienz erwartet. Ob sich dieses System in Mecklenburg-Vorpommern bewähren kann, wurde in einem Versuch am Standort Gülzow untersucht. Die Grenzen des Systems sind hauptsächlich durch die Wasserverfügbarkeit zur Aussaat gesetzt. Liegt die nutzbare Feldkapazität zum Saatzeitpunkt regelmäßig unter 50 %, ist eine Etablierung der getesteten Beisaat problematisch. Dadurch kommen auch sämtliche erhofften Effekte nicht zum Tragen. Untersuchungen Dritter zeigten allerdings, dass dieses System grundsätzlich einen Beitrag für einen nachhaltigeren und umweltschonenderen Rapsanbau leisten kann. Es ist allerdings nicht auf alle Standorte eins zu eins übertragbar. Ein wesentlicher Forschungsbedarf wird in der Entwicklung von Beisaatenmischungen für Trockenstandorte gesehen.

Dokumente

Verfasser Dr. Jana Peters
Erscheinungsdatum 06.05.2026
Telefon 0385 / 588-60212
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