Sortenempfehlung Blaue, Gelbe und Weiße Lupinen im ökologischen Landbau 2021

Blaue Lupine
Boregine
ist mehrjährig die ertragsstärkste Sorte und macht auch in der Saatgutvermehrung den höchsten Anteil
aus. Die Aussaat sollte möglichst früh erfolgen. Ihre Fähigkeit Unkraut zu unterdrücken ist besser als die anderer
Sorten. Sie weist eine hohe Tausendkornmasse auf, was zu höheren Saatgutkosten führt. Stärkeres Hülsenplatzen
kann durch rechtzeitige Ernte verringert werden. Der Rohproteingehalt liegt im mittleren Bereich.
Die in Polen gezüchtete Sorte Tango erzielte über die letzten fünf Jahre überdurchschnittliche Erträge. Sie ist
kleiner im Korn als Boregine mit einem ähnlichen Rohproteingehalt.
Bolero ist eine Sorte, welche durch ihre Hülsenplatzfestigkeit besticht. Diese konnte sie in zwei Jahren Prüfung in
einen deutlich höheren Ertrag als das restliche Prüfsortiment umsetzen. Daher wird die Sorte vorläufig empfohlen.
Die Gelben Lupinen sind besonders für sehr leichte Böden mit geringer Wasserversorgung geeignet. Unter diesen
Bedingungen erzielen sie einen etwas geringeren Ertrag als die Blauen Lupinen bei deutlich höherem
Rohproteingehalt. Obwohl der polnische Züchter für diese Sorten eine gute Toleranz gegenüber Anthraknose
auslobt, ist ein Infektionsrisiko gegeben.
Die Sorten Boruta und Probor können bei guter betrieblicher Eignung weiterhin empfohlen werden.
Weiße Lupine
In Mecklenburg-Vorpommern fließt der Standort Gülzow (MV) ein. In die zweijährige Auswertung werden
die Standorte Jahnsfelde (BB) und Schmerwitz (BB) von 2020 mit einbezogen.
Eine vorläufige Empfehlung wird für die Sorte Celina und Frieda ausgesprochen. Beide Sorten
erreichten 2020 überdurchschnittliche Erträge, welche nun über einen längeren Prüfzeitraum gehalten
werden müssen. Beide Sorten sind mittellang im Wuchs, blühten 2020 durchschnittlich lange mit einer
sicheren Abreife.

 

Dokumente

Verfasser Carolina Wegner
Erscheinungsdatum 19.01.2021
Telefon 03843 / 789-231
E-Mail c.wegner@lfa.mvnet.de