Einfluss verschiedener Zwischenfruchtgemenge auf den Stickstoffgehalt im Boden sowie auf den Ertrag und die Qualität nachfolgend angebauter Speisekartoffeln

In einem Parzellenversuch am Standort Gülzow (Mecklenburg-Vorpommern) wurde von 2012 - 2015 die Wirkung unterschiedlich zusammengesetzter Zwischenfruchtgemenge in Bezug auf das N-Bindungsvermögen des Aufwuchses, auf die N-Gehalte im Boden während der Winterperiode sowie den Ertrag und die Qualitätseigenschaften nachfolgend angebauter Speisekartoffeln untersucht. Während unter den Zwischenfruchtparzellen nur eine vergleichsweise geringe Verlagerung des mineralischen Stickstoffs in tiefere Bodenschichten zu beobachten war, kam es in der Kontrollvariante zu teils deutlichen Verschiebungen. Deren Umfang wiederum hing auch von der vorherrschenden Witterung im jeweiligen Winterhalbjahr ab. Inwiefern Zwischenfrüchte mit gutem Stickstoffbindungsvermögen im Krumenbereich den Ertrag von ökologisch angebauten Kartoffeln beeinflussen, konnte im Rahmen des beschriebenen Versuchs nicht vollständig geklärt werden. Die Variante ohne Zwischenfrüchte wies im dreijährigen Mittel den tendenziell niedrigsten Knollenertrag auf, während nach der winterharten Zwischenfrucht Landsberger Gemenge der höchste Ertrag gemessen wurde. Die variantenbedingten Unterschiede waren aber vergleichsweise gering und ließen sich nur für das Landsberger Gemenge statistisch sichern. Sie wurden zudem von Jahreseinflüssen deutlich überlagert. Einflüsse der Zwischenfruchtgemenge auf Gesundheitsstatus oder wertbestimmende Inhaltsstoffe der Kartoffeln konnten nicht nachgewiesen werden.

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Verfasser Andreas Titze
Erscheinungsdatum 16.12.2016
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