Aspekte der GPS-gestützten teilflächenspezifischen Bewirtschaftung

In Mecklenburg-Vorpommern sind hinsichtlich der Heterogenität der Ackerflächen und hinsichtlich der Struktur und Größe der Landwirtschaftsbetriebe bzw. der landwirtschaftlichen Dienstleistungsunternehmen die Voraussetzungen für eine teilflächenspezifische Verfahrensgestaltung im Pflanzenbau gegeben. Die Entwicklung, Erprobung und Einführung einzelner Verfahrensabschnitte in Beispielsbetrieben wurde von der LFA seit 1998 beobachtet und begleitet. Ziel der Forschungsarbeiten war dabei nicht die Entwicklung neuer Maschinen und Geräte oder neuer pflanzenbaulicher Managementlösungen. Vielmehr sollte die Anwendbarkeit von Verfahrensabschnitten, nicht Einzelmaschinen, in der Praxis beurteilt werden. Eigene Experimente wurden lediglich zur Grunddüngung angelegt. Als Testbetrieb konnte die Neetzower Agrarhof Peenetal GmbH gewonnen werden. Dieser Agrarbetrieb ist im Rahmen eines Vereins zur Förderung von Precision Farming in Mecklenburg-Vorpommern führend bei der Erprobung dieser innovativen Wirtschaftsweise.

Im Ergebnis der Arbeit sollen Möglichkeiten aufgezeigt werden, Verfahrensabschnitte teilflächenspezifisch zu gestalten. Dadurch müssen Vorteile in Bezug auf die Ökonomie (Erhöhung der Erträge oder/und Reduzierung der Produktionskosten), die Ökologie (Verringerung des Betriebsmitteleinsatzes, Minimierung von Nährstoffausträgen und negativen Umweltwirkungen) sowie einer verbesserten Transparenz und Dokumentation des gesamten Produktionsablaufes nachgewiesen werden können.

Dokumente

Verfasser Dr. E. Lehmann
Erscheinungsdatum 01.09.2005