Optimierung der Produktionsabläufe in der Milch- und Jungrinderproduktion durch Arbeitszeitanalysen und Einführung von Standardroutinen

In insgesamt 57 Arbeitszeitmessungen, durchgeführt in den Bereichen Melken in Melkständen, im AMS, Kälberbetreuung, Fütterung, Herdenmanagement und Liegeboxenpflege, konnten Ergebnisse zum Arbeitszeitbedarf der einzelnen Verfahren zusammengetragen werden.

In jedem Betrieb wurden mehrere Messungen der einzelnen Verfahren entweder mit derselben Arbeitskraft oder aber auch mit mehreren Mitarbeitern durchgeführt. Entsprechend der Aufgabenstellung kam die Fortschrittszeitmessung zur Anwendung, denn neben der Feststellung der Höhe des Arbeitszeitbedarfes einzelner Verfahren sollten auch die dazugehörenden Arbeitsroutinen erfasst werden. Im Ergebnis beider konnten für jeden einzelnen Betrieb Optimierungspotentiale im Ablauf der einzelnen Tätigkeiten, weniger bei der Abarbeitung einzelner Arbeitselemente aufgezeigt werden. Arbeitselemente sind die kleinsten Einheiten eines Arbeitsverfahrens.

Der Arbeitszeitmessung voraus ging in allen Betrieben eine eintägige Arbeitsbeobachtung zur Feststellung und Beschreibung der Messpunkte und Bezugsgrößen. Die Messungen fanden auf der Arbeitselementebene statt und wurden mit der IT-gestützten Software MEZA der Firma Drigus GmbH durchgeführt.

Die Arbeitszeitmessungen bilden die Grundlage für die Erstellung von Planzeitwerten, welche Grundlage für die Durchführung betriebsspezifischer Modellkalkulationen ist. Diese Kalkulationen sollen Betriebsleiter und Herdenmanager in der Planung von Tages- und Wochenplänen unterstützen, um Arbeitsspitzen zu entzerren, Gesundheits- und Abkalbekontrollen routinemäßig in einheitlichen Standards durchzuführen und Arbeitstäler effektiv für liegen gebliebene Arbeiten zu nutzen.

Dokumente

Verfasser Jana Harms
Erscheinungsdatum 02.03.2020
Telefon 03843 / 789-253
Telefax 03843 / 789-111
E-Mail j.harms@lfa.mvnet.de