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Mecklenburg-Vorpommern / MV tut gut


GAP-Greening-AUM-Rechner

Der "GAP-Greening-Rechner" wurde in der nun vorliegenden Version um die Agrarumweltmaßnahmen (AUM) ergänzt. Interessierte Landwirte können mit dieser Kalkulationshilfe die Folgen der gemeinsamen Agrarpolitik (GAP bis 2020) für ihr Unternehmen vorausschätzen.  

GAP-Greening-AUM-Rechner  -->  erst speichen, dann öffnen!

Weniger Prämie - mehr Auflagen

Nach dem "Abschmelzen" der Tierprämien von 2009 bis 2012 wird jetzt der Wert der Zahlungsansprüche EU-weit angepasst, was die Prämie für Betriebe in Deutschland mindert. Daneben sind die Mitgliedstaaten auch wieder verpflichtet, Haushaltsdisziplin und nationale Reserven einzuhalten, weshalb sich die endgültige Höhe der Prämien erst im Antragsjahr bestimmen lässt; aufgrund bisheriger Erfahrungen sind jedoch keine wesentlichen Abweichungen zu erwarten. Höhere Auflagen bedeuten, neben dem damit verbundenen Organisationsaufwand, dass Betriebe ihr Produktionsprogramm umstellen müssen, falls die Kriterien "Anbaudiversifizierung" und "Flächennutzung im Umweltinteresse" nicht erfüllt werden. Damit gehen in der Regel entsprechende Deckungsbeiträge verloren, die aber in ihrer tatsächlichen Höhe von Preisen, Erträgen und dem Produktionsverfahren jedes einzelnen Betriebes abhängen. Ihre Vorhersage ist daher noch unsicherer als die der Prämien.
Die für die Förderperiode 2015 bis 2020 geplanten Agrarumweltmaßnahmen (AUM) liegen bisher nur im Entwurf vor. Neben den ökologischen Anbauverfahren und der naturschutzgerechten bzw. extensiven Grünlandbewirtschaftung wird mit dem Programm „Vielfältige Kulturen im Ackerbau“ in der anstehenden Förderperiode ein weiterer Schwerpunkt gesetzt. Der Entwurf ist auf der Internetseite der LFA MV einsehbar („EPLR- und Agrarumweltmaßnahmen – Entwürfe für 2014 bis 2020“).   
Der hier vorgestellte Rechner kalkuliert aus diesen drei Einflussgrößen die wirtschaftlichen Folgen der GAP für landwirtschaftliche Betriebe. Die vorgegebenen Durchschnittswerte für Deckungsbeiträge und Werte von Zahlungsansprüchen können individuell angepasst werden.

Aufbau der Tabelle

Der "GAP-Greening-AUM-Rechner" ist eine Arbeitsmappe für Microsoft Excel, die ab der Version "Office XP" genutzt werden kann. Für den vollen Funktionsumfang sorgen Makros (wenn keine Abfrage beim Öffnen kommt und die Schalter nicht funktionieren, dann im Excelmenü unter "Datei - Optionen - Sicherheitscenter - Einstellungen für das Sicherheitscenter - Einstellungen für Makros - Alle Makros mit Benachrichtigung deaktivieren, dann die Datei erneut öffnen und dabei die Makros aktivieren).  
Folgende, notwendige Eingaben sind in der Tabelle weiß hinterlegt:
         - je Kultur die Bezeichnung und der Flächenumfang,
         - ggf. Zwischenfruchtanbau,  
         - ggf. als ökologische Vorrangfläche anerkannte Landschaftselemente sowie  
         - der Umfang der Zahlungsansprüche, falls weniger als die beihilfefähige Fläche.  

Dann werden noch einige Kriterien abgefragt, die von den Greening-Auflagen befreien, wie "ökologische Bewirtschaftung". Aus diesen Daten prüft das Programm, ob die Kriterien eingehalten werden. Falls nicht, kann das Anbauprogramm im Zieljahr geändert werden. Aus dem entsprechend wegfallenden und hinzukommenden Deckungsbeiträgen sowie den angekündigten Änderungen der Direktzahlungen berechnet das Programm den wirtschaftlichen Effekt.

Hintergrund

Das Europaparlament hat mit seiner Verordnung vom 17.12.2013 die Ausgestaltung der gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) bis 2020 vorgelegt: Für die Landwirte ändern sich die Höhe der Direktzahlungen, und die zu erfüllenden Auflagen wurden weiter verschärft. Die LFA MV unterstützte den politischen Entscheidungsprozess mit Modellrechnungen zu den wirtschaftlichen Folgen der jeweils diskutierten Alternativen. Mit dem "GAP-Greening-AUM-Rechner" werden die Erfahrungen umgesetzt in ein Rechenmodell, mit dem Landwirte die wirtschaftlichen Folgen der aktuellen Beschlusslage für ihr Unternehmen vorausschätzen können.

Dokumente

HerausgeberLandesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern, Institut für Pflanzenproduktion und Betriebswirtschaft
VerfasserThomas Annen
Erscheinungsdatum03.11.2014
Telefon03843 789-250
Telefax03843 789-111
E-Mailt.annen@lfa.mvnet.de

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