Einschätzung des DON-Risiko's im Triticale-Sortiment

Die Auswertung (siehe: Darstellung der Ergebnisse 2006-2017)  ist das Ergebnis einer länderübergreifenden Zusammenarbeit der Arbeitsgemeinschaft Mykotoxine.

Mehrländerkooperation TH, BY, SN, BW, MV (statistische Auswertung), HE, ST und BB

Sortenversuche zur Einschätzung von Triticale bezüglich seiner Neigung zur Bildung des Toxins DON

Seit 2003 wurden die jweils aktuellen Triticalesorten mehrortig in insgesamt 5 Bundesländern in Feldversuchen bezüglich ihrer Neigung zur DON-Bildung geprüft. Die Versuchsdurchführung erfolgte in Anlehnung an die „Richtlinien zur Durchführung von Wertprüfungen und Sortenversuchen“ des Bundessortenamtes. Die Versuchsflächen wurden mit Maisstoppeln kontaminiert, um Maisvorfrucht zu imitieren .
Am Erntegut wurde der DON-Gehalt der einzelnen Prüfglieder mit Hilfe des ELISA-Tests bzw. HPLC ermittelt. Die statistische Auswertung der Versuchsserie erfolgte mit der Hohenheim-Gülzower Methode.

Schlußfolgerungen

Die Ergebnisse aus den Versuchen fließen in regionale Sortenempfehlungen der Bundesländer ein, um das Ährenfusarium- bzw. DON-Risiko für den Landwirtschaftsbetrieb zu verringern und einen Beitrag zur Tiergesundheit und zum Verbraucherschutz zu gewährleisten.
Wegen der komplexen Anforderungen an die Sorten (Ertragsfähigkeit und Ertrags-sicherheit, Qualität, Winterfestigkeit, Standfestigkeit, Krankheitsanfälligkeit) ist die Anbaubedeutung der geprüften Sorten sehr unterschiedlich. Bei der Sortenwahl wird auch in Zukunft Ertragsfähigkeit und -sicherheit von hoher Bedeutung sein.
Wenn beim Anbau von Triticale aber auf wendende Bodenbearbeitung nach den Vorfrüchten Mais, Weizen oder Triticale verzichtet wird, sollte aufgrund der Versuchsergebnisse gegenwärtig eine Sorte der Gruppe 1 (+) der Vorzug gegeben werden.  Beim Anbau von Sorten der Gruppe 5 (--) ist aufgrund der Versuchergebnisse bei Mais- oder Getreidevorfrucht wendende Bodenbearbeitung dringend zu empfehlen.
Die Sorte ist zwar nur ein Faktor zur Minimierung des Mykotoxingehalts im Getreide, aber er ist weitgehend „gratis“ und belastet die Umwelt nicht.

Dokumente

Verfasser Christian Guddat, Mehrländerkooperation
Erscheinungsdatum 13.02.2018
Telefon 03843 / 789-211
E-Mail a.zenk@lfa.mvnet.de